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Aktuelles: DFG-Forschungsgruppe ?Maschinelles Lernen für komplexe Quantenzust?nde“ an der UR bewilligt

Ziel ist die Grundlagenforschung auf dem Gebiet komplexer Quantensysteme sowohl in der Theorie als auch im Experiment

19. Dezember 2025, von Kommunikation und Marketing

  • Physik
  • F?rderung
  • Forschung

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat auf Empfehlung des Senats beschlossen neun neue Forschungsgruppen einzurichten. Die neuen Forschungsgruppen erhalten insgesamt rund 49 Millionen Euro inklusive einer Programmpauschale in H?he von 22 Prozent für indirekte Projektausgaben. 

Unter Federführung der Universit?t Regensburg (Sprecher Dr. Markus Schmitt, Lehrstuhl für Maschinelles Lernen an der Fakult?t für Informatik und Data Science (FIDS)), wird die Forschungsgruppe ?Maschinelles Lernen für komplexe Quantenzust?nde“ eingerichtet. Das zentrale Ziel ist es, die Grundlagenforschung auf dem Gebiet komplexer Quantensysteme sowohl in der Theorie als auch im Experiment mithilfe von Methoden des maschinellen Lernens voranzutreiben. Der Fokus liegt auf künstlichen Quantensystemen wie Quantensimulatoren oder Quantencomputern, die ganz neue M?glichkeiten zur pr?zisen Beobachtung und Manipulation von Quantenvielteilchensystemen bieten. Innerhalb der Forschungsgruppe sollen neue Wege zur Untersuchung von Verschr?nkungsstrukturen und nicht-lokaler Ordnung für die Charakterisierung solcher Systeme gefunden werden. Weitere Forschungsfragen zielen auf Informationsausbreitung und ?quilibrierung in der Dynamik sowie die kontrollierte Erzeugung von Quantenverschr?nkung. Die Forschungsgruppe ist eine gemeinsame Initiative von Beteiligten an acht Universit?ten in Deutschland und der Schweiz, sowie drei Max-Planck-Instituten. Sie wird im Rahmen der D-A-CH-Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gef?rdert. 

?Unsere Forschungsgruppe wird Methoden zur Simulation, Datenanalyse und Kontrolle entwickeln, die neue Einblicke in Quantenzust?nde und -dynamiken durch maschinelles Lernen erm?glichen“, erkl?rt Forschungsgruppensprecher Dr. Markus Schmitt. ?Besonders stolz bin ich auf die Zusammensetzung unseres ungew?hnlich jungen Teams – rund die H?lfte der Principal Investigators sind unter 40 Jahre alt. Ich freue mich sehr, dass wir unsere Ideen nun umsetzen k?nnen.“
?Die Berufung des Kollegen Schmitt an die Fakult?t für Physik war ein Husarenstreich für Fakult?t wie Universit?t. Er tritt seinen Dienst erst im April an, ist aber neben dieser hochinnovativen Forschergruppe ab Januar auch als Projektleiter im unl?ngst bewilligten Sonderforschungsbereich 1277 vertreten, wo er ganz neue Forschungsimpulse gesetzt hat“, freut sich Prof. Dr. John Lupton, Forschungsdekan der Fakult?t für Physik.

?Die Bewilligung dieser DFG-Forschungsgruppe ist ein eindrucksvoller Beleg für die wissenschaftliche Exzellenz und internationale Sichtbarkeit der Universit?t Regensburg in einem hochdynamischen Zukunftsfeld“, betont Prof. Dr. Ernst Tamm, Vizepr?sident für Vizepr?sident für Forschung und Nachwuchsf?rderung. ?Dass es gelungen ist, unter der Federführung der UR ein starkes, institutions- und l?nderübergreifendes Konsortium zu formieren, unterstreicht zugleich unsere besondere St?rke an der Schnittstelle von Informatik, Physik und Data Science.“

?ber die DFG Forschungsgruppen

Forschungsgruppen erm?glichen Wissenschaftler*innen, sich aktuellen und dr?ngenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Sie werden bis zu acht Jahre lang gef?rdert. Im Ganzen f?rdert die DFG zurzeit 191 Forschungsgruppen, 9 Klinische Forschungsgruppen und 18 Kolleg-Forschungsgruppen. Klinische Forschungsgruppen sind zus?tzlich durch die enge Verknüpfung von wissenschaftlicher und klinischer Arbeit charakterisiert, w?hrend Kolleg-Forschungsgruppen speziell auf geistes- und sozialwissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnitten sind.

Forschungsgruppenleiter Dr. Markus Schmitt.

Kontakt aufnehmen

Dr. Markus Schmitt

Akademischer Oberrat
Lehrstuhl für Maschinelles Lernen
Universit?t Regensburg
E-Mail: markus.schmitt@ur.de
Tel.: +49 (0)941 943 68523

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