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Aktuelles: Abschied vom ?Hechtbauer“

Eine Campus-Institution sagt Servus

07. Januar 2026, von Kommunikation und Marketing

?ber mehr als ein Vierteljahrhundert war ihr Name untrennbar mit dem Campus der Universit?t Regensburg verbunden: Sigrid Hechtbauer. Seit dem Jahr 2000 führte sie den Supermarkt im Herzen der Universit?t – für Generationen von Studierenden, Besch?ftigten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern war der ?Hechtbauer“ weit mehr als nur ein Ort für den schnellen Einkauf. Er war Treffpunkt, feste Gr??e im Alltag und ein Stück Campusleben. Nun hat Sigrid Hechtbauer im Alter von 68 Jahren ihren Laden geschlossen. Mit ihr verabschiedet sich eine echte Institution der Universit?t Regensburg. Im folgenden Interview blickt sie auf ihre Anf?nge zurück, spricht offen über Herausforderungen der vergangenen Jahre, über Ver?nderungen auf dem Campus – und darüber, was ihr der Abschied bedeutet.

Liebe Frau Hechtbauer, seit wann sind Sie mit Ihrem Supermarkt am Campus?

Ich habe hier am 1. Januar 2000 angefangen. Damit sind es jetzt insgesamt 26 Jahre am Campus. 


Wie sind Sie dazu gekommen, einen Supermarkt auf dem Campus zu führen?

Es war eine spontane Entscheidung. Ich war zu dieser Zeit Hausfrau und Mutter und dann hatten wir auch noch einen Pflegefall in der Familie. Es kam der Moment, in dem ich meinen Mann angeschaut und gesagt habe: ?Jetzt reicht es. Ich muss irgendwas machen.“ Wir haben dann relativ schnell diesen Laden gefunden, ihn ein wenig umgebaut und dann ich habe hier auch schon angefangen – vor nunmehr 26 Jahren. 


Was unterscheidet einen Supermarkt am Campus von ?normalen“ Gesch?ften?

Sehr viel. Bei uns herrschte immer ein unheimlich angenehmes Arbeitsklima. Es gibt hier keine n?rgelnden, alten oder auch jungen Kunden. Unsere Kunden waren immer geduldig, auch wenn mal eine Schlange an der Kasse war. ?Eine zweite Kasse ?ffnen“ oder ?hnliche S?tze fallen an diesem Standort einfach nicht. Das ist ein ganz gro?es Plus, weil sich diese Ruhe und diese Einstellung auch auf die Angestellten übertr?gt. Es hat dazu beigetragen, dass wir hier immer ein sehr kollegiales und entspanntes Arbeitsklima hatten. 


Was wird Ihnen am meisten fehlen, wenn Sie den Laden schlie?en?

Mir wird alles fehlen, das wei? ich jetzt schon. Der Kontakt zu meinen Kunden, zu meinen Studierenden und das ganze Leben hier auf dem Campus allgemein. Alles. 


Warum h?ren Sie dann auf? 

Das ist nicht ganz einfach und hat verschiedene Gründe. Es war in letzter Zeit wirtschaftlich nicht mehr so rentabel, der Mietvertrag mit EDEKA wurde nicht verl?ngert und dann kam der Gedanke dazu, dass ich ja eh irgendwann altersbedingt aufh?ren muss. Also habe ich beschlossen jetzt einen Schlussstrich zu ziehen.  


Was waren denn die Schwierigkeiten im Gesch?ft? 

Richtig schwierig wurde es mit Corona. W?hrend der Pandemie hatten wir ja alle zu k?mpfen. Aber nach Corona ist das Homeoffice an der Universit?t zumindest in Teilen geblieben und wenn die Angestellten der Uni von fünf Arbeitstagen nur noch zwei oder drei an die Universit?t gekommen sind, haben wir das ganz drastisch gemerkt. Und auch die Studierenden nutzen seither vielmehr die M?glichkeiten der digitalen Lehre und bleiben daheim. Für uns hat das einen stetigen Rückgang der Kundenzahlen bedeutet. 
Früher haben wir zu fünft in dem Laden gearbeitet. Jetzt am Ende waren wir noch zu zweit und Vollzeitangestellte hatte ich gar nicht mehr.  

 

Wie hat sich der Alltag im Laden mit den Jahren ver?ndert? 

Es musste immer viel angepasst werden. Allein schon die Neuerungen im Kassensystem und im ganzen Finanzwesen durch die Digitalisierung waren immens. Aber auch das Publikum hat sich ver?ndert. Früher ist viel mehr gefeiert worden und man hat auch mehr feiern dürfen an den Fakult?ten. Das haben wir schon gespürt. Früher wurde deutlich mehr Bier verkauft, das ist heute fast gar nicht mehr so der Fall.

 

Welches war Produkt war damals beliebt im Unterschied zu heute?

Da gab es auch zu jeder Zeit etwas anderes. Früher war es sicherlich die Leberk?ssemmel. Mittlerweile haben die vegetarischen Produkte auf- und überholt.

 

Sie werden jetzt gerade einmal 68 Jahre jung. Haben Sie Pl?ne für die Zeit nach der Ladenübergabe – worauf freuen Sie sich besonders?

Mein erster Gedanke gilt meiner Gesundheit. Ich muss mich am Knie operieren lassen, das hat ganz klar Priorit?t und das werde ich als erstes angehen. Wenn ich das gut überstehe, plane ich direkt wieder in die Arbeit zu gehen. 


Was sind da ihre Pl?ne? 

Im Grunde was sich ergibt. Es sieht aber ganz gut aus, dass ich die M?glichkeit bekomme, hier bei meinem Nachfolger wieder anzufangen. 百利宫_百利宫娱乐平台¥官网 ist ein ganz besonderer Standort, mit den besonderen Regeln eines Saisongesch?fts. Ich denke, dass ich da mit meinem Wissen und meiner Erfahrung in diesem Bereich noch sehr hilfreich sein kann. 


Das bedeutet, wir dürfen uns darauf freuen, Sie bald wieder hier auf dem Campus begrü?en zu dürfen? 

Ich hoffe es sehr. Ich werde auf jeden Fall irgendwas machen. Nur zu Hause zu sitzen, das ist einfach nicht mein Ding. 
 

Sigrid Hechtbauer hat Ihren Supermarkt auf dem Campus nach 26. Jahren geschlossen.

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Kommunikation und Marketing

Universit?t Regensburg
Tel.: +49 (0)941 943 5566
E-Mail: presse@ur.de

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